Im Wald

Schlamm

Schlamm

„Schlaaaammmm……?“ das Kind zog das Wort in die Länge, den ungewohnten Klang vorsichtig auf er Zunge zergehen lassend. „Genau, Schlamm“, bestätigte die Frau: „Oder auch: Matschepampe. Schlick. Schmodder. Wir hatten viele Worte dafür. In Russland war sogar eine ganze Jahreszeit nach den Wochen benannt, in denen die Straßen sich in Schlamm verwandeltet: die Rasputiza“. Das Schlamm weiterlesen

Die Philosophie des Overnighters

Die Philosophie des Overnighters

Gut, dass wir Dinge, die wir viel öfters machen sollten, nicht viel öfters machen. Weil wir sie sonst nicht mehr gerne oft machen wollen würden. Eigentlich weiß der Verstand, wie erhaben es ist, mit Blick in den Sternenhimmel einzuschlafen. Aber Wissen ist nichts im Vergleich zum Erfahren. „Verdammt ich wusste doch, wie schön es ist“ Die Philosophie des Overnighters weiterlesen

Abtauchen, Auftauchen

Abtauchen, Auftauchen

Am Ende der Straße, das letzte Haus Asphalt geht in Schotter über Schotter in …. wie heißt das? dieser unverdichtete Boden, dunkel, feucht, schwer, duftend Brombeerbüsche recken ihre Tentakel aus Die Sinne geschärft, der Blick konzentriert Stellt sich das Gefühl der Kurve ein. Der Pakt mit der Schwerkraft ruht auf Erfahrung. Auf Können, das beflügelt. Abtauchen, Auftauchen weiterlesen

Shut up, brain!

Shut up, brain!

Warum ich nach fünf Monaten Mountainbike-Verbot mit dem Rennrad in ein buddhistisches Meditationszentrum nach Südfrankreich fahre. Ich kennen den Spruch aus einer Werbung für irgendeinen Energie-Riegel: „Shut up, legs!“ – halts Maul, Körper, und tu was ich dir sage! Der Spruch ist so griffig, weil er das Körper-Geist-Verhältnis, das unsere Vorstellung bestimmt, so gut auf Shut up, brain! weiterlesen

Abschied Von Den Bergen

Abschied Von Den Bergen

Sind zurück, uns empfängt der alltägliche Trab, Diese Hektik der Stadt, dieser Lärm der Motoren. Stiegen wir von bezwungenen Gipfeln herab, Unser Herz in den Bergen verloren. Niemand möchte im Unglück ein Einsiedler sein. Wer geht gern, wenn er weiß, daß sein Herz ankern werde. Doch wir steigen herab, lassen Berge allein, Denn was soll’s, Abschied Von Den Bergen weiterlesen

Europa, eine Dorfschönheit

Europa, eine Dorfschönheit

Ein Wochenende in Paris, ein Kuztrip nach London? Danke, ich fahre lieber in die Wallachei: Ein Liebesbrief an das provinzielle Europa. Ein Flug nach Berlin kostet 30 Euro. Ein TGV nach Paris 50 Euro. Früher machte ich von diesen Schnäppchen oft Gebrauch. Als Bilderbuchexemplar der Generation Y bestand mich jeder Urlaub in einem Besuch einer Europa, eine Dorfschönheit weiterlesen